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InstrumenteNeben der aktiverenden MitarbeiterInnenbefragung und dem Erfahrungs-Zirkel (siehe Menü) sind die folgenden Methoden erfolgreich eingesetzt worden. Weitere Methoden und Instrumente zur Verbesserung der Sicherheitskultur, wie sie in Schweden entsprechend den unterschiedlichen Bedürfnissen der Pilot-Unternehmen erprobt wurden, kann man in drei Gruppen einteilen:
- Partizipative Ansätze zur Erhöhung von Sicherheit und Qualität, d.h. durch Einbeziehung der MitarbeiterInnen
- Expertenorientierte Ansätze mit Unterstützung durch BeraterInnen oder
- eine Kombination von MitarbeiterInnen- und ExpertInnen-Wissen.
Die genannten Formen können alleine oder auch nach einer schriftlichen Befragung eingesetzt werde.
Bei Gasell wurde eine schriftliche Befragung durchgeführt, um möglichst viel über das Unternehmen und die bereits entwickelten konkreten Methoden zur Erhöhung der Arbeitssicherheit zu erfahren. Gasell war besonders an einer Motivierung der MitarbeiterInnen interessiert, um erhöhte Arbeitssicherheit mit Produktivität zu verbinden.
Bei Falcon Air fand ebenfalls anfangs eine anonyme Befragung statt. Diese Fragebögen waren allerdings so verschlüsselt, dass sie von dem externen Berater Abteilungen oder Personen zugeordnet werden konnten. Dies hat den Vorteil, wenn nötig mehr ins Detail gehen zu können.
In beiden Unternehmen könnten mit den Befragungsergebnissen sowohl abteilungsbezogene und allgemeine Lösungen für mehr Sicherheit und Qualität für die gesamte Organisation entwickelt werden.
Ein partizipatives Vorgehen wurde bei Nederman erprobt. Gruppen mit 5-9 MitabeiterInnen aus verschiedenen Bereichen und mit unterschiedlichen Erfahrungen wurden gebildet. Ein Moderator sorgte dafür, dass das Gespräch in Gang bleibt, sich alle daran beteiligen und die Erfahrungen der MitarbeiterInnen gesammelt werden. Ziel war die verschiedenen Interessen der Gruppenmitglieder zu einer Gemeinsamkeit, der Erhöhung von Sicherheit und Qualität, zusammen zu führen.
Der Einsatz von ExpertInnen ist dann zu empfehlen, wenn es um die Lösung einer ganz bestimmten Fragestellung geht. Für Södra Mekaniska Verkstaden sollte ein Meldesystem für Beinahe-Unfälle und außergewöhnliche Ereignisse entwickelt werden. Die ExpertInnen stellten dafür ihr Wissen über die Entwicklung solcher Systeme von der inhaltlichen Gestaltung, Layout bis zur Einführung solcher Systeme zur Verfügung. Im Unternehmen werden die Vorschläge an die Bedingungen des Unternehmens angepasst. Dabei ist die Einbeziehung der MitabeiterInnen sowohl bei Inhalt als auch bei der Einführung des Systems entscheidend. Anschließend verfügte das Unternehmen über ein unternehmensspezifisches und akzeptiertes Modell zur Beinahe-Unfall-Berichterstattung.
Eine Kombination von MitarbeiterInnen-Einbeziehung und ExpertInnen-Ansatz wurde bei Nitator erprobt: Ein externer Berater hat 5 Arbeiter bei ihrer täglichen Arbeit begleitet und beobachtet. Alle geschilderten Situationen, die beinahe zu einem Unfall geführt haben, wurden notiert und vom Experten ausgewertet. Das Ergebnis, das der Experte der Firma zur Verbesserung der präventiven Sicherheitsarbeit übergab, wurde vorher noch einmal an die Arbeiter zur Durchsicht gegeben.
Eines ist ganz wichtig, wenn ein Unternehmen aus Beinahe-Unfällen lernen will: Nicht alles muss neu und selbst erfunden werden. Es gibt viele Materialien, Methoden und Instrumente. Es ist nur wichtig, dass diese auch an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden.
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